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Suzuki GSF400

Neben der eher gemütlichen BMW gabs für ein Jahr auch mal ein Zweitmopped. Einen krassen Gegensatz zur BMW stellte die hierfür Ende 2002 in Bremen kurzentschlossen für 1.300 Euro gekaufte Suzuki GSF 400 Bandit, Baujahr 1992 - rd. 43.000km runter, (sozusagen die "Ur-Bandit") dar.

Suzuki GSF 400 - die Ur-Bandit

Hatte die BMW rd. 1.100cm² Hubraum - verteilt auf zwei Boxer-Töpfe-, so war die 400cm² Hubraum bereit stellende kleine Bandit im Vergleich dazu eine absolute "Drehorgel".

Gekauft hatte ich sie allein aus dem Grund, da ich in der Nähe von Bremen wohnte, alle moppedfahrenden Freunde jedoch im Herzogtum-Lauenburg (Schleswig-Holstein) wohnten. Ich verspürte nicht den Drang, jedesmal, wenn ich mit den Kumpels mal eine Runde drehen wollte, erst mit der BMW über die langweilige A1 zu fahren oder eine ausgedehnte Vorabtour von rd. 200km zu bewältigen. So stellte ich lieber die kleine Bandit in die Garage meine Eltern, die auch im Lauenburgischen wohnen und hatte somit auch dort die Möglichkeit, bei Lust, Laune und Zeit, ein wenig Vierzylindersound (wenn auch hochdrehend aufgeregt) zu verbreiten.

Doch der fahrerische Gegensatz der BMW zur kleinen Bandit war wirklich jedesmal wieder eine Herausforderung. Die Bandit fühlte sich unter 4.000rpm immer so an, als ob man auf einem Fahrrad fährt. Keine nennenswerte Leistung, die aber - nach langer Warmfahrphase - deutlich einsetzte, sobald man die 8.000rpm überschritten hatte. 180km/h liegend bei rd. 12.000rpm waren möglich, doch für einen eher gemütlichen BMW-Fahrer wahrlich kein Ohrenschmaus.

So kam es dann, dass ich das Mopped - bis dahin mit einem REMUS-Endtopf für etwas dumpferen Sound bestückt - nach nur einem Jahr und knapp 2.500km eigener Fahrleistung wieder verkaufte. Da ein Freund von einem Freund für seine Freundin ein leichtes und günstiges Mopped suchte, war sie schnell wieder an die Frau gebracht für 1.100 Euro und - so mein letzter Kenntnisstand - sie läuft dort noch immer.

 
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